Lesedauer des Interviews ~ 6 Minuten

Wie funktionieren Vakuumheber?

Interview mit unserem Experten Uli Baldauf

Gesundheitsschonendes Arbeiten ist mehr als ein Privileg: es ist Grundvoraussetzung für hohes Leistungsvermögen über lange Zeit.

 

Inhaltsverzeichnis

» Das Wichtigste in Kürze

  • Das Heben und Senken von Lasten erfolgt rein über Vakuum.
  • Es kommt dabei zu einer vollständigen körperlichen Entlastung des Bedieners.
  • Das Vakuum wird über Vakuumpumpen oder Ejektoren erzeugt.
  • Für das seitliche Bewegen von Lasten werden Schwenkausleger oder Krahnbananlagen eingesetzt. 
  • Vakuumhber arbeiten absolut sicher.

 

 

Funktionsweise von Vakuumhebern

Vakuumheber nutzen den Unterschied zwischen dem atmosphärischen Luftdruck, d.h. den normalen Umgebungsdruck, und dem im Hubschlauch erzeugten Unterdruck, um schwere Lasten sicher anzuheben und zu bewegen.

Vakuumheber hebt Lasten kraftfrei
  • Hierzu wird, ähnlich einem Staubsauger, die Luft zwischen Sauggreifer und Last abgesaugt, sodass ein Unterdruck (Vakuum) entstehen kann.
  • Der äußere Luftdruck presst die Last anschließend fest an den Sauggreifer. Hier wird gerne von "ansaugen" gesprochen, wobei rein physikalisch allein der Druckunterschied zwischen dem normalen Umgebungsdruck und dem Unterdruck für den festen Zusammenhalt sorgt (Schritt 1)
  • Dadurch, dass das Vakuum permantent aufrecht erhalten wird, führt der entstehende Volumenstrom zu einem Zusammenziehen des Hubschlauchs. Dadurch wird die Last gehoben (Schritt 2).

 

 

Wie erfolgt die Vakuumerzeugung?

 

  • Elektrische Vakuumpumpen: sie sind der Standard und erzeugen ein kontinuierliches Vakuum. Sie sind stark genug, um Fehlluft z.B. bei rauhen Oberflächen zu kompensieren. Für den mobilen Einsatz werden diese auch akkubetrieben angeboten. 
  • Pneumatische Ejektoren: sie werden bei kleineren Lasten eingesetzt, wobei das Vakuum durch das Venturi-Prinzip gebildet wird. Hier strömt Luft durch ein verengtes Rohr. Dadurch nimmt seine Strömungsgeschwindigkeit zu und der Druck fällt ab: Vakuum entsteht.
Vakuumpumpen für Vakuumheber

 

 

Halten und Bewegen der Last

Vakuumheber an einer Kranbahnanlage

 

  • Ist das Vakuum einmal aufgebaut, wird die Last zuverlässig gehalten und der Hubschlauch zieht sich zusammen. Die Last wird angehoben. Dabei wird kontiunierlich nachgepumpt, damit das Vakuum auch bei Fehlluft konstant hoch bleibt.

  • Die seitliche Bewegung der Last erfolgt über über Schwenkausleger, die an einer Säule oder an der Hallenwand befestigt werden. Ist ein größerer Bewegungsradius notwendig, wird ein Kranbahnsystem an der Gebäudedecke montiert.

 

 

Lösen der Last

  • Ist der Abgabepunkt der Last angefahren, kann diese kontrolliert abgesetzt werden. Das Absenken der Last erfolgt dabei über das Öffnen eines Ventils über einen Bedienhebel. Dabei strömt Umgebungsluft in den Hubschlauch ein. Der Hubschlauch steckt sich, die Last wird abgesetzt.

  • Wird das Ventil so lange geöffnet, bis der Luftdruck im Hubschlauch identisch ist mit dem Umgebungsdruck, löst sich die Verbindung zwischen Sauggreifer und Last.

  • Das Absenken der Last und das Öffnen des Sauggreifers erfolgen aus physikalischen Gründen zeitlich hintereinander. Damit ist ausgeschlossen, dass der Greifer vor dem Absenken seine Last verliert.
Der Vakuumheber gibt seine Last kontrolliert frei

 

 

Sicherheit von Vakuumhebern

Vakuumheber sind sicher
  • H+D-Schlauchheber sind für einen sicheren Betrieb ausgelegt. Ein reaktionsschnelles Rückschlagventil verhindert ein unbeabsichtigtes Abfallen der Last, selbst bei einem Stromausfall.

  • Alle Geräte erfüllen die geltenden Unfallverhütungsvorschriften gemäß BGR/BGV 500 und bieten somit ein hohes Maß an Betriebssicherheit.

 

 


 

 

 

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Uli Baldauf

Verkauf - Konstruktion, Robotics und Automatisierung
Tel. +49 8323 9660-15

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„Was wir planen, sichtbar machen.“

Ich arbeite seit 2001 in der Projektierung für H+D.

Mir ist eine anschauliche grafische Darstellung unserer Anlagen wichtig, da sie komplexe Zusammenhänge verständlich macht. Mithilfe moderner 3D-Technik visualisiere ich die einzelnen Anlagenteile für unsere Kunden präzise und realitätsgetreu.

Seit 1803: Deutschlands ältester Spezialist für Verpackungsmaschinen und Verpackungstechnik

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